Der Gottesdienst wurde in die Kirchgemeinden des gesamten Bezirks Winterthur übertragen. Ein besonderer Moment war die Heilige Versiegelung eines Kindes. Nachfolgend galt es Abschied zu nehmen: Der bisherige Bezirksvorsteher wurde in den Ruhestand verabschiedet. Mit der Beauftragung eines neuen Bezirksvorstehers und der Ernennung eines neuen Bezirksvorsteher-Stellvertreters stellte Bezirksapostel Thomas Deubel zugleich die Weichen für die Zukunft des Bezirks Winterthur.
Gott suchen und seine Nähe erleben
Bezirksapostel Deubel begrüsste alle herzlich, auch die per Übertragung verbundenen Geschwister. In diesem Zusammenhang erinnerte er an ein Wort von Stammapostel Schneider: «Wenn wir Jesus Christus wirklich lieben und die Gemeinschaft mit ihm suchen, ist es nicht schwer, den Gottesdienst zu besuchen.» Dieser Gedanke lädt uns ein, unsere Sehnsucht nach Christus zu prüfen. Gott kennt die persönlichen Umstände jedes Einzelnen, auch jene, die krankheitshalber nicht am Gottesdienst teilnehmen können.
Anknüpfend an das Chorlied «Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort, wo du stehst, ist heilig» wurde deutlich: Gott möchte uns im Gottesdienst auf eine Ebene führen, die seinem Reich entspricht, fern von den Massstäben der Welt. Dort können wir seine Nähe erleben.
In Athen begegnete Paulus vielen Götzenbildern, darunter einem Altar mit der Aufschrift «Dem unbekannten Gott». Die Menschen ahnten, dass es etwas Göttliches gibt, kannten Gott aber nicht wirklich. Auf dem Areopag verkündigte Paulus den lebendigen Gott. Aus dieser Predigt stammt das heutige Bibelwort.
Das Grösste und Wertvollste ist, mit Jesus Christus zusammen zu sein, seine Nähe zu suchen und ihn zu erleben. Darin liegt die tiefste Freude des Glaubens.
Was braucht es dazu?
Glaube und Vertrauen
Es braucht Glauben an Gott, an Jesus Christus, seine Liebe und die Verheissung des ewigen Lebens. Wir vertrauen auf Gottes Erlösungsplan und darauf, Miterben Christi zu sein.
Bezirksapostel Deubel veranschaulichte dies mit dem Bild eines Kindes, das auf die Aufforderung seines Vaters hin von einer Mauer in dessen Arme springt. Es vertraut darauf, aufgefangen zu werden – doch den Sprung muss es selbst wagen.
Demut und ein offenes Herz
Wir müssen nicht alles wissen, nicht alles können oder verstehen. Vielmehr dürfen wir uns Jesus Christus anvertrauen und ihn bitten: «Jesus Christus, zeig mir, was ich tun soll.» In Demut lassen wir uns führen, auch wenn wir seinen Weg noch nicht vollständig verstehen.
Eine Begegnung, die verändert
Am Beispiel von Zachäus zeigte Bezirksapostel Deubel, wie eine Begegnung mit Jesus das Leben verändern kann. Zachäus wollte Jesus zunächst nur sehen. Doch Jesus blieb stehen und sagte: «Komm herunter, ich will bei dir einkehren.» Diese persönliche Begegnung führte Zachäus auf eine neue Ebene und veränderte sein Leben. Wo wir Jesus Christus begegnen und uns ihm öffnen, bleibt das nicht ohne Auswirkung auf unser Leben.
„Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“
Jesus Christus möchte uns im Gottesdienst in sein Reich führen und unseren Blick verändern. Statt Fehler und Schuld bei anderen zu suchen, prüfen wir uns selbst und übernehmen Verantwortung. Zachäus zeigte dies, indem er unrechtmässig Genommenes vierfach zurückerstattete.
Der Heilige Geist lässt uns Gottes Liebe erkennen
Im Gottesdienst offenbart uns der Heilige Geist Gottes Liebe. Er zeigt uns, wie Jesus Christus seinen Auftrag trotz Leiden treu erfüllte. Gott bewahrt auch uns nicht vor allem Leid, doch er lässt uns darin nicht allein. Wie Eltern ihr krankes Kind liebevoll begleiten, schenkt Gott uns Trost, Geborgenheit und Kraft. Wenn wir seine Liebe erkennen, lernen wir, unser Leben und schwierige Situationen in einem neuen Licht zu sehen.
Die Geschichte von Elisa und seinem Diener zeigt, wie Gott unseren Blick verändern kann. Während der Diener nur das feindliche Heer sah, betete Elisa: «Öffne ihm die Augen!» Da erkannte der Diener die Scharen der Engel und Gottes Macht. Oft erkennen wir erst im Rückblick, wie Gott uns geholfen, getröstet und neue Kraft geschenkt hat. So wird möglich, was zuvor undenkbar schien: Zu vergeben, Belastungen zu tragen und mutig weiterzugehen.
Gott ist nicht fern von uns
Wer Gottes Nähe sucht, erlebt seine Kraft, seine Gnade und den Frieden des Auferstandenen. So wird Glaube lebendig. Wir erfahren Gott nicht nur in der Theorie, sondern in unserem persönlichen Leben. Darin zeigt sich das Gotterleben, von dem Paulus auf dem Areopag die Botschaft verkündigte.